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Johannes Gutenberg-Universität Mainz ArtikelDie erste Mainzer Universität wurde 1477 vom Mainzer Erzbischof, Kurfürst und Erzkanzler der Deutschen Nation Diether von Ysenburg eröffnet. In den Wirren nach der Gründung der Mainzer Republik 1792 und anschließender Rückeroberung durch die Preußen kam es zu einem allmählichen Erliegen des Lehrbetriebs. 1823 fanden in der medizinischen Fakultät die letzten Vorlesungen statt.
Die heute existierende Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde 1946 von der französischen Besatzungsmacht gegründet. Als erste Universitätsgebäude dienten die auch heute noch in Gebrauch befindlichen Reste einer Luftwaffenkaserne, die nach der Remilitarisierung des Rheinlandes während der Zeit des Dritten Reiches errichtet worden war.
Die Kontinuität zwischen Alter Universität und Johannes Gutenberg-Universität Mainz trotz Unterbrechung des Lehrbetriebes von über 100 Jahren ist strittig. Lediglich das Priesterseminar und eine Hebammenlehranstalt bestanden in der Zeit bis zur Wiedereröffnung fort.
Heute hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz 32 Tausend Studenten (Stand 2004) und besteht aus mehr als 150 Instituten und Kliniken. Die heutige Universität liegt außerhalb der Innenstadt auf einem großen Campusgelände, auf dem auch die beiden Max-Planck-Institute für Chemie und für Polymerforschung untergebracht sind. Außerhalb des Campusgeländes befinden sich die Universitätsklinik sowie der 1949 eingegliederte Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften mit Sitz in Germersheim.
Auf dem Universitätsgelände befinden sich außerdem der Elektronenbeschleuniger MAMI und der Forschungsreaktor TRIGA, der Botanische Garten sowie ein Sportstadion samt Schwimmbad.
Das Fächerspektrum ist fast vollständig, es fehlen lediglich die technischen Fächer, die Tiermedizin und Ernährungswissenschaften. Stattdessen kann man Buchwissenschaften, Sport, Musik und Bildende Kunst und sogar Theater- und Filmwissenschaft studieren.
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1477 Gründung der alten Universität
um 1800 Beendigung des Lehrbetriebs
Ab 1945 wurde die Wiedereröffnung der Mainzer Universität mit Unterstützung durch die französische Militärregierung vorbereitet. Am 15.05 1946 nahm die nun „Johannes Gutenberg-Universität Mainz“ genannte Hochschule unter dem Leitspruch "Ut omnes unum sint - Dass alle eins seien" den Lehrbetrieb auf.
1949 wurde das Auslands- und Dolmetscher-Institut Germersheim eingegliedert.
Seit Wiedereröffnung der Universität widmete sich Fritz Straßmann dem Aufbau des Instituts für Chemie und des MPI für Chemie, das aus dem Umzug des vormaligen Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin nach Mainz entstand. 1956 wurde das MPI für Chemie von Otto Hahn eingeweiht.
1967 nahm Otto Hahn den Forschungsreaktor Triga Mark II in Betrieb, der als Forschungsneutronenquelle dient.
1991 wurde der Elektronen-Beschleuniger MAMI (Mainzer Mikrotron) nach zehnjähriger Bau- und Entwicklungszeit am Institut für Kernphysik in Betrieb genommen.
Im Jahr 2004 kam die Universität durch die europäischen und amerikanischen Mars-Missionen Mars Express/Beagle 2 und Opportunity/Spirit in die Schlagzeilen, da zwei der wichtigsten Analysegeräte an Bord aus Mainz stammten. Das APXS (Alpha Particle X-Ray Spectrometer) wurde vom MPI für Chemie in Mainz und das MIMOS II (Miniaturisiertes Mössbauer Spektrometer) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entwickelt.
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